Die Menschen sind in ihrem tiefsten Wesen Buddha,
wie Wasser Eis ist.
Und wie es kein Eis gibt ohne Wasser,
so gibt es ohne Buddha nicht einen Menschen.
Weh den Menschen, die in weiter Ferne suchen,
und, was nahe liegt, nicht wissen!
Sie gleichen denen, die mitten im Wasser stehen
und doch nach Wasser schreien.
Als Söhne des Reichsten und Vornehmsten geboren,
wandeln sie gleichwohl in Armut und Elend
trostlos dahin.
Die Ursache des ewigen Kreislaufs im sechsfachen Reich
ist der düstere Weg
eigener Stumpfheit und Blödheit.
Doch immer dunkler und dunkler wird es um sie
im Dunkel des Irrtums.
Wann sollten sie je sich lösen
von Leben und Tod?
O Wunder der vollkommenen Schau des Mahayana,
das über alles Lob erhaben ist!
Alle Tugenden: Wohltun und Gebottreue,
Alle gute Tat:
Lobpreisung Buddhas,
Reue und Ubungen,
alle münden sie hier!
Wem nur ein einmaliger Sitz sich vollendet,
dem verschwindet unermeßlich aufgehäuftes Böses.
Wo sollte sich denn ein Ort der Verbannung
finden für das Böse, wenn Reines Land so nahe ist?
Wer nur einmal diese lobpreiswürdige Wahrheit
vernimmt und heilige Wonne fühlt,
dem wird unermeßliches Glück zuteil;
noch mehr, wenn er ihr sich hingibt
und unmittelbar seine eigene Natur erlebt.
Dann ist sein eigenes Wesen nichts anderes
als die Natur des vollendeten Nichts,
und es ist erhaben über des Denkens Spiel.
Weit öffnet sich das Tor der Einheit von Ursache und Wirkung;
und der einzige Weg tut sich auf,
geradeaushin,
kein zweiter und dritter.
Wer ihn beschreitet, der nimmt an als Gestalt
die Gestalt des Gestaltlosen;
und weder sein Gehen noch Kommen
sind ihr fremd.
Der nimmt an als sein Denken das Denken des NichtDenkens.
Und sein Singen und auch sein Tanzen
sind Stimme der Wahrheit.
Der Himmel des Samadhi
ist unbehindert ausgespannt,
und es leuchtet der volle Mond
der vierfachen Weisheit.
Was fehlte da noch,
wo sich offenbart das Nirvana?
Hier ist nichts anderes als Lotos-Land,
und dieser Leib hier ist nichts anderes als Buddha.